
Selbsthypnose – Das effektivste Selbsthilfe Werkzeug
27. Februar 2020
Immunsystem stärken mit Hypnose – was Deine Psyche mit Deiner Abwehr zu tun hat
28. März 2020Burnout Prävention durch Hypnose
von Alexander Fenz am 28.03.2020 veröffentlicht
Burnout ist keine Modeerscheinung, die sich mit wenigen Atemübungen lösen lässt. Nein, Burnout ist ein Problem, das ernst zu nehmen ist und deren Symptome professionell behandelt werden müssen.
Doch was versteht man eigentlich unter „Burnout“?
Burnout oder „to burn out“ bedeutet übersetzt „ausbrennen“ oder „ausgebrannt sein“. Betroffene leiden bei dieser Erkrankung unter dauerhaftem körperlichem und psychischem Druck im Berufsleben, in der Familie und im Alltag. Diesem Druck fühlen sie sich nicht mehr gewachsen. Dadurch entsteht ein chronischer Zustand der Erschöpfung – ein Gefühl des „Ausgebranntseins“.
Welche Symptome sind erste Anzeichen für einen Burnout?
Der Weg zum Burnout ist ein schleichender Prozess;
Betroffene stehen unter ständigem Leistungsdruck und können die an sie gestellten Aufgaben nicht mehr bewältigen. Durch die dauerhafte Überforderung fühlen sie sich körperlich und seelisch ausgelaugt. Die eigene Arbeit entwickelt sich zum zentralen Lebensinhalt, dem sie in ihrer Wahrnehmung scheinbar nicht mehr gerecht werden können. Sie streben nach Erfolg und Anerkennung. Bleiben Erfolge aus oder treten Rückschläge auf, geraten sie in einen Teufelskreis aus Stress, Enttäuschung und Frustration. Häufig verschlechtert sich auch das Verhältnis zu Kolleginnen und Kollegen. Der permanente Druck und die dauerhafte Anspannung wirken sich schließlich auch auf das soziale Umfeld und das Privatleben aus. Eigene Bedürfnisse werden nach und nach zurückgestellt oder sogar ignoriert. Im schlimmsten Fall isolieren sich Betroffene sogar von Freunden und Familie.
Neben den psychischen Symptomen machen sich nun auch erste körperliche Anzeichen der Erschöpfung bemerkbar.
Betroffene sind permanent müde und antriebslos, können jedoch gleichzeitig nicht abschalten. Ihre Gedanken kreisen nur noch um die noch zu erledigenden Aufgaben und darum, was sie alles schaffen müssen. Entspannung sowie die Trennung von Freizeit und Arbeit werden unmöglich. Betroffene verfallen in ständiges Grübeln und entwickeln negative Denkmuster. Die Atmosphäre im Privatleben und bei der Arbeit verschlechtert sich zunehmend. Häufig treten Schlafprobleme und Angstzustände auf, die bis hin zu Depressionen führen können. Nicht selten leiden Betroffene außerdem unter Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus oder Rückenschmerzen.
Welche weiteren Symptome treten auf?
Die Angst vor Misserfolg äußert sich anfangs häufig durch zynisches und negatives Verhalten gegenüber Kolleginnen und Kollegen. Die Überforderung im Berufsleben beeinflusst schließlich auch das Privatleben negativ. Psychische, körperliche und psychosomatische Beschwerden nehmen weiter zu und Betroffene ziehen sich immer stärker zurück. Es kann zudem passieren, dass sich Suchtprobleme entwickeln. Manche versuchen, sich mit Alkohol, Tabak oder Drogen zu betäuben oder lenken sich mit Internet- und Computerspielen ab. Auch eine gesteigerte sexuelle Aktivität kann als Versuch der Stressreduktion oder Verdrängung auftreten.
Schließlich können all diese Faktoren zu einer chronischen Erschöpfung und letztlich zu Burnout führen.
Was kann durch einen Burnout schlimmstenfalls passieren?
Ab einem gewissen Zeitpunkt geht es nur noch darum zu funktionieren. Die Welt erscheint grau und Betroffene empfinden emotionale Leere und Taubheit. Sie haben das Gefühl, weder den eigenen Ansprüchen noch den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Mit der Zeit erscheint alles sinnlos und der Stress kann nicht mehr bewältigt werden. Sie fühlen sich kraftlos und innerlich ausgebrannt.
Bis hin zum völligen Zusammenbruch können Schlafstörungen, Angstzustände oder Panikattacken auftreten. Ebenso ist es möglich, dass sich Suchtprobleme entwickeln. Aus diesen schwerwiegenden Symptomen kann sich eine Depression entwickeln, die bis zu Suizidgedanken und einem erhöhten Risiko für Suizidalität führen kann.
Wie kann Hypnose Burnout vorbeugen und behandeln?
Machen sich erste Warnsignale von Überforderung bemerkbar, können Hypnose und Selbsthypnose hilfreiche Werkzeuge sein, um Stress zu reduzieren.
Selbsthypnose kann insbesondere zur Prävention von Burnout eingesetzt werden oder unterstützend wirken, wenn Stress bereits eine anhaltende psychische und körperliche Belastung darstellt. Sie hilft dabei, erste Warnsignale wie Stress, Schlafprobleme oder körperliche Beschwerden frühzeitig zu erkennen und gezielt zu lösen. Als individuelle Entspannungsmethode kann sie sowohl zur schnellen Stressreduktion als auch zur Tiefenentspannung eingesetzt werden. Man nimmt sich bewusst Zeit, in sich hineinzuhorchen, sich selbst zu reflektieren und Wege zu finden, das innere Gleichgewicht wiederherzustellen.
Außerdem können schädliche Glaubenssätze aufgedeckt und durch neue, gesündere ersetzt werden.
Hypnose hingegen setzt an den psychischen Ursachen an, die zu Stress und Erschöpfung geführt haben, und versucht, Ängste zu lösen. In der Hypnose kann der Verlauf von anfänglichem Stress bis hin zur völligen Überforderung nachvollzogen und gezielt bearbeitet werden. Alte belastende Verhaltensmuster können gelöst und neue, gesündere Muster etabliert werden. Das innere Gleichgewicht wird wiederhergestellt.
Häufig zeigt sich, dass Menschen mit einer Tendenz zu Burnout ein tieferliegendes, bislang unbearbeitetes Selbstwertproblem haben. Werden die individuellen Ursachen erkannt, können persönliche Ressourcen aktiviert und gestärkt werden. In der Behandlung lernen Burnout-Betroffene, Stress und Anspannung zu reduzieren, realistische Ziele und Grenzen zu setzen und sich selbst anzunehmen.
Die Erfahrung eines Burnouts lässt sich zwar nicht rückgängig machen, jedoch kann Burnout behandelt werden. Hypnose und Selbsthypnose können dabei helfen, erneute chronische Stressbelastungen zu vermeiden und vergangene Belastungen besser zu verarbeiten.

